Walrus Audio – Messner, Mayflower und Iron Horse im Test

Walrus Pedals im Test

Wir haben für euch drei Walrus-Effektpedale getestet, die die Firma Walrus Pedals baut. Auf den ersten Blick überzeugen alle durch eine solide und saubere Verarbeitung. Auffällig sind die charakteristischen Designs bzw. Picture-Tops.

Strom erhalten die Pedale wahlweise über Batterie oder Netzteil. Auf dem Effektboard oder einzeln genutzt, sind sie nicht nur was fürs Auge, sondern natürlich auch besonders was für die Ohren.

Walrus Messner Overdrive Pedal

Seinen Namen hat das Walrus Messner-Pedal* von der Bergsteigerlegende Reinhold Messner. Und so ziert eine Portraitzeichnung des Herrn stilecht das Top des Messner Overdrive-Pedals. Zwar ist es ein „Overdrive“, die sanfte und besonders neutrale Zerrung macht den Messner aber eher zum Booster. Der Eigensound der Gitarre wird kaum verfälscht. So bleibt der Sound weitgehend echt, wirkt aber weit intensiver und gehaltvoller.

Über einen Zweiwegschalter lassen sich die Voicings „open“ und „closed“ anwählen. 
In der Open-Position kommt eine geringere Kompression bzw. Verzerrung zum Tragen. Der Sound klingt dadurch lauter, lebendiger und dynamischer, und feine Nuancen kommen besser zum Vorschein.

In der Closed-Postition klingt der Walrus Messner Overdrive dagegen stärker und kraftvoller. 
Der Zerrgrad, Output und die Tonfarbe lassen sich dabei sehr gut regeln. Wie bereits erwähnt ist das charakteristische Merkmal des Messner-Pedals, dass es den Sound der Gitarre nicht verfälscht, sondern das Spiel edel unterstreicht.

Walrus Mayflower Pedal

Das Mayflower-Pedal ist mit dem Messner vergleichbar, da es ebenfalls sehr rein und pur, jedoch weitaus kräftiger klingt. 
Lediglich ein Regler ist für die Bässe und Höhen zuständig. Dadurch lässt sich der Sound exakter, expliziter und feinsinniger regeln und anpassen. Dieses Pedal verzerrt nicht nur die Töne, sondern es versärkt sie auch. Ähnlich einem Booster.

Daher ist es für Soli bestens geeignet.
 Ein kräftiger, warmer, lebendiger Klang ist typisch für das Walrus Mayflower-Pedal und bleibt wie alle Walrus-Pedale dabei echt und unverfälscht.

Walrus Iron Horse Pedal

Optisch unterscheidet sich das Walrus Iron Horse von seinen Vorgängern. Es erinnert auch ein wenig an die legendären Coron-Distortion-Pedale aus den 70ern, die damals als beste MXR-Clones gehandelt wurden und den Tubescreamer-IC auf der Platine hatten. Beim Einschalten leuchtet das Auge des aufgezeichneten Pferdes rot auf.
 Wie der Name schon verrät, bringt das Iron Horse jede Menge „Pferdestärken“ mit.

Der Gitarrensound wird dadurch knallig und kräftig und je nach Anwendung gleichzeitig edler und anschmiegsamer. Hier sorgt diesmal ein Dreiwegschalter für Änderung an Output und Voicing.
Während die linke Position durch den abgesenkten Output und weniger dichten Bass eher soft und weich klingt, ist die rechte Position besonders für Soli geeignet, da es noch sanfter und fast schon „singend“ klingt.

Die mittlere Position ist laut und dichter komprimiert. Also gut hörbar. Das Walrus Iron Horse Pedal glänzt durch reichlich Druck und Dynamik.

Fazit zu den Walrus-Effektpedalen

Der Sound der Walrus-Pedale ist individuell und gleichzeitig klar. Die Konzeption ist gut ausgearbeitet und überlegt.
 Die angesagte Handmade-Optik ist ein echter Hingucker und verspricht, was der Ton halten kann, den diese Pedale erzeugen.

 

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