Second-Hand-Gitarre

Gebrauchte Gitarre kaufen: Mit diesen 5 Tipps seid ihr auf der sicheren Seite

Hier erfahrt ihr, auf was man beim Kauf einer gebrauchten Gitarre achten sollte

Intro:

Eine gebrauchte Gitarre kann den Geldbeutel schonen und durchaus eine gute Alternative zu einem neuen Instrument sein. Jedoch gibt es einiges zu beachten, wenn ihr auf dem Gebrauchtmarkt zuschlagen wollt. Diese 5 Tipps, bewahren euch vor Fehlern beim Kauf einer gebrauchten Gitarre.

Inhalt:

1) Beschafft euch Infos über die Gitarre

2) Fragen ist umsonst

3) Spielt das gebrauchte Instrument

4) Nehmt jemanden mit

5) Checkt die gebrauchte Gitarre gründlich!

Kurze Fakten zu Second-Hand-Gitarren

Sind neue Instrumente generell teurer als gebrauchte Gitarren?

Der Verkauf einer Gitarre geht erst einmal mit einem Wertverlust einher. Somit sind gebrauchte Gitarren meist günstiger. Bei Vintage-Gitarren ist das jedoch etwas anders. Ab einem bestimmten Alter werden Instrumente bekannter Traditionsmarken wie Fender und Gibson immer teurer.

Wo genau können an gebrauchten Instrumenten Abnutzungserscheinungen auftreten?

Oberflächliche Mängel wie Spielspuren an der Oberfläche bzw. am Lack sind völlig normal und beeinträchtigen das Spielgefühl nicht negativ. An den Bünden oder Stimmmechaniken kann es jedoch nach einiger Zeit zu Abnutzungen kommen, so dass eine Erneuerung oder Nachbearbeitung erfolgen muss. Eine komplette Neubundierung ist schon etwas kostspieliger.

Ist der Kauf eines gebrauchten Instrumentes beim Händler sicherer?

Die meisten Fachhändler unterziehen gebrauchte Instrumente einem Check und verkaufen sie in bestmöglichem Zustand. Zusätzlich hat man nach dem Kauf einen Ansprechpartner, falls es zu Problemen kommt. Preislich sind gebrauchte Instrumente beim Fachhändler jedoch etwas teurer. Solltet ihr eine Gitarre von einer Privatperson beziehen, ist ein freundlicher Kontakt das A und O. Ihr solltet das Instrument in jedem Fall anspielen.

1) Beschafft euch Infos über die Gitarre

Ihr solltet im Vorfeld schon einige Informationen über das Instrument eurer Wahl einholen, bevor ihr euch auf die Reise begebt. Das Internet macht eine ausgiebige Recherche problemlos möglich. So bekommt ihr auch einen Eindruck, ob der Preis des Verkäufers realistisch ist. Schaut euch auf jeden Fall den Neupreis des Gerätes an. Aber auch andere Angebote zeigen euch, in welchen Preisrahmen ihr das Instrument einordnen könnt. Ist der angebotene Preis zu hoch gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man sieht sich anderweitig um, oder man tritt mit dem Verkäufer in Kontakt um herauszufinden, welchen preislichen Spielraum es gibt.

Es kann auch hilfreich sein die Spezifikationen des Instruments, wie Hardware und Hölzer sowie die Modellgeschichte zu kennen. So kann man Basteleien schnell erkennen und auch falsche Angaben des Verkäufers entlarven.

2) Fragen ist umsonst

Es ist übrigens auch nicht schlecht zu erfahren, wieso der Verkäufer das Instrument loswerden möchte. Außerdem könnt ihr bei einem Termin vor Ort herausfinden, ob die gebrauchte Gitarre aus erster Hand ist oder Modifikationen vorgenommen wurden. Seid ihr an einen ehrlichen Verkäufer geraten, werdet ihr das merken

3) Spielt das gebrauchte Instrument

Es ist ein großes Risiko eine Gitarre ohne Begutachtung direkt aus dem Netz zu beziehen. Beim Fachhändler eures Vertrauens solltet ihr meist genau das beschriebene Instrument erhalten. Wie euch die Gitarre am Ende gefällt ist wieder eine ganz andere Sache. Ihr solltet jedenfalls einen Termin zum Probespielen vereinbaren, wenn ihr eine gebrauchte Gitarre bei einer Privatperson kauft. Der erste Eindruck zählt.

Ist die Saitenlage optimal eingestellt? Welches Spielgefühl vermittelt die Gitarre? Gibt es Unsauberkeiten an der Hardware? Wird die Stimmung gehalten? Nehmt ihr ungewöhnliche Nebengeräusche wahr? Sollte euch die Gitarre beim ersten Anspielen nicht überzeugen, kann das auch an einem schlechten Setting liegen. Das lässt sich eventuell von einem Fachmann korrigieren. Ein optimaler Eindruck der Fähigkeiten des Instruments ist so jedoch nicht möglich. Ein Verkäufer, der auf sein Instrument achtet und es pfleglich behandelt, verkauft es auch nicht in einem schlechten Zustand.  Sollte es so sein: Finger weg!

4) Nehmt jemanden mit

Fragen kostet nichts. Solltet ihr einen Bekannten haben, der sich gut mit Gitarren auskennt, fragt ihn ob er euch begleitet. Auch euer Gitarrenlehrer kann eine große Hilfe sein.

5) Checkt die gebrauchte Gitarre gründlich!

Lasst euch nicht vom ersten Eindruck blenden. Nehmt das Instrument auch nach anfänglicher Euphorie unter die Lupe. Untersucht vor allem die Bünde gründlich. Erkennt ihr stärkere Spielspuren? Müsst ihr nach dem Kauf eine Abrichtung oder gar eine komplette Neubundierung des Gitarrenhalses vornehmen? Hier handelt es sich um einen Umstand, den ihr finanziell einkalkulieren solltet. Gleichzeitig könnt ihr so vielleicht den Preis noch etwas drücken. Zu den Verschleißteilen einer Gitarre zählen der Sattel, die Stimmmechaniken, der Steg sowie die Potis und die Elektronik bei einer E-Gitarre. Sollten euch hier Mängel auffallen, solltet ihr eine mögliche Reparatur ebenfalls finanziell einplanen. Kleinere Fehler könnt ihr vielleicht sogar selbst beheben.

Vergesst eins nicht: Es handelt sich um ein gebrauchtes Instrument.  Ein Verschleiß gewisser Komponenten ist ganz normal.

Checkt auch die Beschaffenheit des Halses und des Korpus. Kleine Gebrauchsspuren geben dem Instrument oft sogar einen coolen Look. So gibt es sogar neue Gitarren, die über einen sogenannten Relic-Look verfügen. Ihr solltet jedoch Abstand von einem Kauf nehmen, wenn durch die optischen Mängel das Spielgefühl beeinträchtigt wird. Sollte es jedoch Reparaturen gegeben haben, die fachmännisch ausgeführt wurden, ist das kein K.O.-Kriterium.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Gitarrenkauf!