Ibanez Seriennummern – So bestimmst Du Alter und Herkunft Deiner Ibanez-Gitarre

Ibanez Seriennummern liefern Dir Infos über Alter oder Herkunft Deiner gebrauchten Gitarre oder Deines Basses. Wie bei vielen anderen Herstellern auch, kann man beim japanischen Gitarrenbauer Ibanez Einiges an diesem Code ablesen. Ganz einfach ist das oft aber nicht. Über die Jahre hat Ibanez das Zahlen- und Buchstaben-System immer wieder verändert. Die Ausweitung der Produktionsstätten hat das Ganze noch weiter verkompliziert. Zeitweise waren sogar zwei Seriennummern an den Gitarren angebracht. Manchmal kann man deshalb an der Ibanez Seriennummer nicht eindeutig sagen, wo und wann das jeweilige Instrument hergestellt wurde.

In diesem Ratgeber versuchen wir etwas Licht ins Dunkel der Ibanez-Seriennummern zu bringen. Wir beschränken uns aber dabei auf den E-Gitarren Sektor. Bei den akustischen Gitarren läuft der Hase nämlich nochmal anders. Los geht’s!

Ibanez-Gitarren vor 1975 – Seriennummer? Fehlanzeige!

Unter dem Namen Ibanez baut das japanische Unternehmen Hoshino Gakki bereits seit Mitte der 1930er Jahre Gitarren. Spätestens seit den 1960ern ist Ibanez weltweit mit ausgezeichneten Kopien von Gitarren-Modellen anderer Hersteller, wie Fender und Gibson, bekannt geworden. Seriennummern hatten die Ibanez-Gitarren in den frühen Jahren aber noch nicht, was eine genaue Datierung fast unmöglich macht. Das änderte sich erst um 1974/75. Seither findet man die Seriennummern an Ibanez-Gitarren aufgedruckt bzw. auf einem Aufkleber an der Rückseite des Headstocks, oder in die Neck-Plate gestempelt. Bei Semi-Hollow-Modellen befindet sie sich auch auf Papieraufklebern im Korpus-Innern.

Die gesamte Geschichte der Marke Ibanez haben wir in diesem Artikel für Dich zusammengestellt.

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Japanische Ibanez-Seriennummern 1975-1986: 7-stellig, Buchstabe (A-L) + 6 Zahlen

Frühe Ibanez-Seriennummern bestehen aus einem Buchstaben und 6 Zahlen. Mit dem Buchstaben wird der Produktionsmonat (A=Januar, bis L=Dezember) angegeben. Die darauf folgenden zwei Zahlen repräsentieren das Produktionsjahr. Die letzten vier Ziffern geben die fortlaufende Produktionsnummer des jeweiligen Monats an. Gebaut wurde übrigens in der Terada-Fabrik. Daraus ergibt sich das Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: MJJXXXX

  • M steht alphabetisch für den Monat. A=Januar etc
  • JJ steht für das Baujahr
  • XXXX für die fortlaufende Produktionsnummer des Monats

Beispiel: A771234
Hier würde es sich um die 1234te Ibanez handeln, die im Januar 1977 gebaut wurde.

Zum Produktionsort kann man leider keine ganz eindeutige Aussage machen. Klar ist, dass die Gitarren aus diesen Jahren alle aus Japan kamen. Allerdings waren wohl mehrere Fabriken dabei im Spiel. Die meisten Solidbody-Modelle dürften bei FujiGen Gakki hergestellt worden sein. Ausnahmen bilden die Blazer-Modelle, die von Dyna Gakki kamen und die Axstar by Ibanez, die bei Chushin Gakki produiert wurden. Einige Semi-Hollows und vermutlich auch ein paar Solidbodies aus der Artist-Serie stellte wohl Terada Musical Instrument Co., Ltd. für Ibanez her.

Japanische Ibanez-Seriennummern 1987-1996: 7-stellig, Buchstabe (F, H, T, I) + 6 Zahlen

Ab 1987 wurde das erste System abgelöst. Das Neue war allerdings auch nicht von langer Dauer: es wurde nur bis 1996 verwendet. Der Buchstabe steht nun nicht mehr für den Produktionsmonat, sondern für die Fabrik, aus der die Gitarren kamen:

F: FujiGen Gakki
H, T: Terada Musical Instrument Co., Ltd.
I: Iida Gakki

Die erste Zahl nach dem Buchstaben bezeichnet das Produktionsjahr (7=1987, bis 6=1996). Die letzten vier Zahlen stellen die laufende Produktionsnummer dar. Daraus ergibt sich das Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: PJXXXX

  • P steht für den Produktionsort (F,H,T,I)
  • J steht für das Baujahr (nur letzte Ziffer)
  • XXXX für die fortlaufende Produktionsnummer des Monats

Eine monatsgenaue Datierung ist bei diesem System nicht mehr nicht möglich. Allerdings kann man das anhand der Produktionsnummer bei den Gitarren aus dem FujiGen Werk, wie folgt, schätzen:

00001–05000 = Januar
05001–10000 = Februar
10001–15000 = März
15001–20000 = April
20001–25000 = Mai
25001–30000 = Juni
30001–35000 = Juli
35001–40000 = August
40001–45000 = September
45001–50000 = Oktober
50001–55000 = November
55001–60000 = Dezember

Beispiel: F92345

Das wäre eine Gitarre, die bei FujiGen Gakki im Mai 1989 als Nr. 2345 produziert wurde.

Etwas unklar kann die Datierung bei Gitarren von 1987 und 1988 sein. Offenbar gab es eine Überproduktion von Hälsen, die schon mit F7-Seriennummern gekennzeichnet waren, aber erst 1988 tatsächlich verbaut wurden. F8-Seriennummern (also für das Jahr 1988) findet man andererseits kaum. Es ist wahrscheinlich, dass die laufende Produktionsnummer bei den 1988er Gitarren dann entsprechend hoch ist. Allerdings ist das nicht wirklich gesichert.

Um es noch unübersichtlicher zu machen: Die Ibanez Signature-Modelle, und JEMs aus dieser Zeit folgen auch schon wieder einem eigenem System.

Japanische Ibanez-Seriennummern ab 1997, FujiGen Gakki: 8-stellig, Buchstabe F + 7 Zahlen

Ab 1997 besteht die Seriennummer der Gitarren aus der Fabrik FujiGen Gakki aus dem Buchstaben F als Zeichen für das Werk und 7 Zahlen. Die ersten zwei Ziffern stehen für das Produktionsjahr, die restlichen vier für die laufende Produktionsnummer. Daraus ergibt sich das Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: FJJXXXXX

  • F steht für den Produktionsort FujiGen Gakki
  • JJ steht für das Baujahr
  • XXXXX für die fortlaufende Produktionsnummer des Monats

Anhand der laufenden Produktionsnummer kann man auch den Produktionsmonat ablesen. Bis 2004 legte man dafür Intervalle von 5000 Gitarren pro Monat zu Grunde. Seitdem sind es 3000.

Produktionsnummern 1997 bis Oktober 2004:

00001–05000 = Januar
05001–10000 = Februar
10001–15000 = März
15001–20000 = April
20001–25000 = Mai
25001–30000 = Juni
30001–35000 = Juli
35001–40000 = August
40001–45000 = September
45001–50000 = Oktober
50001–55000 = November
55001–60000 = Dezember

Produktionsnummern ab November 2004:

00001–02999 = November
03000–05999 = Dezember
06000–08999 = Januar
09000–11999 = Februar
12000–14999 = März
15000–17999 = April
18000–20999 = Mai
21000–23999 = Juni
24000–26999 = Juli
27000–29999 = August
30000–32999 = September
33000 und höher = Oktober

Beispiel: F0623456

Das wäre eine Gitarren aus dem FujiGen Gakki Werk von Juni 2004, die als Nummer 23456 produziert wurde.

Fujigen wird Dir als Hersteller auch bei bekannten Brands wie Gibson, Fender und Anderen begegnen. Die Japaner bauen absolut hochwertige Gitarren und haben mit ihrer eigenen Marke FGN Guitars eine qualitativ hochwertige Alternative zu amerikanischen Instrumenten an den Start gebracht. Mehr zur Geschichte von Fujigen Guitars haben wir in diesem Artikel für Dich zusammengetragen.

Japanische Ibanez-Seriennummern, ab 1998, Terada: 7-stellig, Buchstabe T + 6 Zahlen

Ab 1998 haben die Ibanez-Gitarren aus der Fabrik von Terada Musical Instrument Co., Ltd . Eine 7-stellige Seriennummer. Vor steht das T für Terada, dann folgen 2 Ziffern für das Produktionsjahr und eine 4-stellige, fortlaufende Produktionsnummer des Jahres. Daraus ergibt sich das Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: TJJXXXX

  • T steht für den Produktionsort Terada
  • JJ steht für das Baujahr
  • XXXX für die fortlaufende Produktionsnummer des Jahres

Beispiel: T012345

So eine Gitarre wäre die Nummer 2345, käme aus dem Terada-Werk und wäre Baujahr 2001.

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Headstock einer gebrauchten Ibanez Gitarre

Japanische Ibanez-Seriennummern, ab 2005, Sugi, 6-stellig, Buchstabe (A-L) + 5 Zahlen

Ganz wenige Ibanez-Modelle werden seit 2005 auch von Sugi Musical Instruments Ltd. produziert. Das Seriennummernsystem erinnert an das erste, das Ibanez verwendet hat. Der Buchstabe steht für den Produktionsmonat (A=Januar, bis L=Dezember). Die folgenden zwei Zahlen geben Aufschluss über das Baujahr. Die nächste Zahl verrät das Gitarrenmodell und die letzten zwei Ziffern bezeichnen die fortlaufende Produktionsnummer. Daraus ergibt sich folgendes Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: MJJXXX

  • M steht für den Monat (A-L)
  • JJ steht für das Baujahr
  • X für das Model
  • XX steht für die laufende Produktionsnummer des Monats

Beispiel: A07223

Hier würde es sich um eine Ibanez PGMFRM1 von Januar 2007 handeln. Es wäre die Nummer 23.

Japanische Ibanez-Seriennummern ab 2016, Ibanez Guitar Development Center, 8-, bzw. 10-stellig, 2 (IG) oder 4 (IGDC) Buchstaben + 6 Zahlen

Das Ibanez Guitar Development Center bringt auch einige Modelle auf den Markt. Die Seriennummer ist bei diesen Gitarren von Hand auf die Rückseite der Kopfplatte geschrieben. Sie beginnt entweder mit IG oder IGDC. Dann folgen je zwei Zahlen für Produktionsjahr und -Monat und zwei Ziffern als fortlaufende Produktionsnummer. Daraus ergibt sich das Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: IGJJMMXX

  • IG/IGDC steht für das Ibanez Guitar Development Center
  • JJ steht für das Baujahr
  • MM für den Produktionsmonat
  • XX steht für die laufende Produktionsnummer des Monats

Beispiel: IG170912

Das wäre die Nummer 12 aus dem Ibanez Guitar Development Center von September 2017

Ausnahmen bei den japanischen Ibanez-Gitarren: JEM, Signatures, etc.

Die JEMs, Signatures (und auch die amerikanischen Customs) weichen von den dargestellten Systemen ab. Die JEMs hatten zunächst 7-stellige Seriennummern, die mit einem J begannen. Darauf folgten 6 Zahlen. Ab der laufenden Produktionsnummer von ca. J002700 wurde das J weggelassen und die Seriennummer bestand nur noch aus Zahlen. Die Seriennummer dieser Gitarren ist eigentlich auf der Neck-Plate eingeprägt. Bei einigen findet sich aber auch zusätzlich ein Aufkleber an der Kopfplatte mit einer weiteren Seriennummer. Die entspricht wiederum dem „normalen“ System der Gitarren aus dem FujiGen Gakki Werk, was das Ganze doch recht verwirrend macht.

Wie Du wahrscheinlich schon gemerkt hast, kann es bei den wechselnden Systemen dazu kommen, dass Buchstaben unterschiedliche Bedeutungen zugeordnet werden. So kann ein F am Anfang sowohl für den Produktionsstandort FujiGen Gakki, als auch für den Produktionsmonat Juni stehen. Es ist deswegen wichtig, dass Du beim Datieren Deiner Ibanez-Gitarre auch die Anzahl der Stellen in der Seriennummer berücksichtigst. Nur die Kombination aus allen Faktoren (Herkunftsland, Buchstaben, Zahlen und wieviele Stellen die Seriennummer hat) erlaubt Dir eine korrekte Indentifizierung.

Koreanische Ibanez-Seriennummern 1987 bis 2008

Von 1987 bis 2008 hat Ibanez auch Gitarren in verschiedenen Produktionsstätten in Korea fertigen lassen. Eine genaue Datierung ist hier teilweise noch schwieriger, als bei den japanischen Ibanez. Auch in welcher Fabrik die Gitarren hergestellt wurden, ist nicht immer ganz leicht abzulesen, manchmal sogar unmöglich. Viele koreanische Ibanez-Gitarren haben als Seriennummer eine Kombination aus Buchstaben und mehrstelligen Zahlen. Die Buchstaben repräsentieren fast immer den Produktionsstandort:

C = Cort Guitars Technology
P = Peerless Korea Co., Ltd.
CP = hier ist nicht klar, was der Code wirklich bedeutet. Es wird vermutet, dass er entweder für „Cort Plant“ oder für „Cort/ Peerless“, also irgendeiner Form von Kooperation von Cort und Peerless, steht.
Y = Yoojin Indsutrial Co., Ltd.
A = Saein Musical Instruments Co., Ltd.
E = Sung-Eum Music Co., Ltd.
W = World Musical Instrument Co.

Der Buchstabe S wurde zweimal vergeben. Hier musst Du schauen, aus welchem Baujahr die Gitarre ist, damit Du sagen kannst, wo sie hergestellt wurde:

S (1990-1995) = Samick Musical Instruments Co., Ltd.
S (nach 1995) = Saehan Guitar Technology

Darüber hinaus tauchen auch Ibanez-Gitarren mit den Buchstaben KR zu Beginn der Seriennummer auf. Wo die hergestellt wurden, ist aber nicht dokumentiert.

In den verschiedenen Baujahren haben die Seriennummern unterschiedlich viele Stellen:

Koreanische Ibanez-Seriennummern 1987-1995: 7-stellig, 1 Buchstabe (C, P, Y, A) + 6 Zahlen

Der Buchstabe steht für die Fabrik, aus der die Gitarre kommt (s.o.). Darauf folgt eine einstellige Zahl für das Baujahr und eine 5-stellige fortlaufende Produktionsnummer. So ergibt sich das Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: PJXXXXX

  • P steht für den Produktionsort (C,P,Y,A)
  • J steht für das Baujahr (nur letzte Ziffer)
  • XXXXX steht für die laufende Produktionsnummer

Beispiel: C323456

Diese Gitarre käme aus dem Cort-Werk, produziert als Nr. 23456 im Jahr 1993.

Koreanische Ibanez-Seriennummern: 8-stellig, Buchstabe S (1990- 1995), E + 7 Zahlen

Bei 7-stelligen Seriennummern zwischen 1990 und 1995 steht der Buchstabe S für das Samick-Werk. Die erste Ziffer steht für das Jahr der Produktion, die folgenden zwei für den Monat. Die letzten vier Zahlen zeigen die Produktionsnummer. Bei Gitarren aus der Produktion von Sung-Eum, die durch den Buchstaben E gekennzeichnet sind, wurde nach demselben Prinzip bei den Zahlen verfahren. Daraus ergibt sich das Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: PJMMXXXX

  • P steht für den Produktionsort (S,E)
  • J steht für das Baujahr (nur letzte Ziffer)
  • MM steht für den Produktionsmonat
  • XXXX steht für die laufende Produktionsnummer

Beispiel: S6052345

Diese Gitarre käme aus dem Samick-Werk und wäre im Mai 1996 als Nr. 2345 produziert worden.

Koreanische Ibanez-Seriennummern: 7-stellig, Buchstabe W + 6 Zahlen (1999-2008)

Zwischen 1999 und 2008 wurden Ibanez-Gitarren auch im Werk von World Musical Instrument Co. hergestellt. Vorn in der Seriennummer befindet sich das W für den Produktionsstandort. Danach kommt entweder eine Zahl von 1-9 oder einer der Buchstaben X, Y oder Z. Damit wird der Produktionsmonat angezeigt, 1-9 und Januar bis September, X für Oktober, Y für November und Z für Dezember. Darauf folgt eine Ziffer für das Baujahr und zuletzt die 4-stellige Produktionsnummer. Demnach ergibt sich das Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: WMJXXXX

  • W steht für den Produktionsort (S,E)
  • M steht für den Produktionsmonat (nur letzte Ziffer)
  • J steht für das Baujahr (nur letzte Ziffer)
  • XXXX steht für die laufende Produktionsnummer

Beispiel: WZ02345

Diese Gitarre wäre bei World im Dezember 2000 als Nr. 2345 hergestellt worden.

Koreanische Ibanez-Gitarren ohne Buchstaben in der Seriennummer

Es gibt auch einige koreanische Ibanez-Gitarren, ganz ohne Buchstaben in der Seriennummer. Die Nummern können 7-, 8- oder 10-stellig sein.

Koreanische Ibanez-Gitarren mit 7-stelligen Codes kommen wahrscheinlich von Cort und wurden zwischen 1997 und 2003 gebaut. Die Seriennummer wurde von Hand auf die Kopfplatte geschrieben. Die erste Zahl steht für das Baujahr, die zwei Folgenden für den Monat, in dem die Gitarre hergestellt wurde. Darauf folgt eine 4-stellige Produktionsnummer.

Bei den 8- und 10-stelligen Nummern sieht es etwas anders aus. Den Produktionsstandort kann man hier nicht erkennen. Du kannst anhand der Zahlen lediglich ablesen, wie alt die Gitarre ist.

Hat die Gitarre eine 8-stellige Nummer, stehen die ersten beiden Zahlen für das Baujahr, gefolgt von der 6-stelligen Produktionsnummer.

Ist die Seriennummer 10-stellig, geben die ersten beiden Zahlen Aufschluss über das Produktionsjahr, die folgenden zwei über den Monat. Die letzten 6 Zahlen stellen die laufende Produktionsnummer dar.

Ibanez-Seriennummern ab 2001 – Made in Indonesia

Seit 2001 werden Ibanez-Gitarren auch in drei Fabriken in Indonesien hergestellt. Meistens hat die Seriennummer vorn einen Buchstaben zur Kennzeichnung des Werks, aus dem die Gitarre stammt:

I = Cort Indonesien (Cor-Tek)
K = Kwo Hsaio Co., Ltd.
J = Sejung

10-stellige indonesische Ibanez-Seriennummern

Die 10-stelligen indonesischen Seriennummern beginnen mit der Kennung für das Werk (I, K, J). Danach kommen zwei Ziffern, die für das Baujahr stehen, gefolgt von zwei weiteren für den Produktionsmonat. Zuletzt kommen fünf Zahlen, die die Produktionsnummer ausweisen. Daraus ergibt sich das Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: PJJMMXXXXX

  • P steht für den Produktionsort (I,K,J)
  • JJ steht für das Baujahr
  • MM steht für den Produktionsmonat
  • XXXXX steht für die laufende Produktionsnummer

Indonesische Ibanez-Seriennummern (2007-2009), 8-stellig, Buchstabe I + 7 Zahlen

Im kurzen Zeitraum zwischen 2007 und 2009 gab es bei der indonesischen Cort-Produktion auch 7-stellige Seriennummern. Zuerst kam das I als Merkmal für die Cort-Fabrik. Die erste Zahl stand für das Jahr, die nächsten zwei für den Monat der Herstellung. Darauf folgten vier Zahlen als Produktionsnummer. Dementsprechend sah das Schema so aus:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: IJMMXXXX

  • I steht für den Produktionsort Cort
  • J steht für das Baujahr (nur letzte Ziffer)
  • MM steht für den Produktionsmonat
  • XXXX steht für die laufende Produktionsnummer

Indonesische Ibanez-Seriennummern (2010-2011, Premium-Line): 6-stellig, 5 Zahlen, 1 Buchstabe

In den Jahren 2010 und 2011 gab es in der Premium-Linie auch 6-stellige Serienummern. Vorn haben sie fünf Zahlen mit der Produktionsnummer, sowie hinten den Buchstaben A oder B. Der Buchstabe stand für das Produktionsjahr 2010 (A) und 2011 (B).

Beispiel: 123456A

Das ist die 123456. Gitarre aus dem Jahr 2010.

Indonesische Ibanez-Seriennummern (2011-2015, Premium-Line): 6-stellig, Buchstabe + 4 Zahlen + Buchstabe

Zwischen 2011 und 2015 ebenfalls 6-stellige Seriennummern in der indonesischen Premium-Linie benutzt. Sie begannen und endeten mit einem Buchstaben. Dazwischen befanden sich vier Zahlen. Letztere stellen die laufende Produktionsnummer dar. Der erste Buchstabe steht für den Produktionsmonat (A=Januar, bis L=Dezember), der letzte gibt Auskunft über das Baujahr (B=2011, bis F=2015).

Nach 2015 wurde das Standard-System der indonesischen Ibanez-Seriennummern auch für die Premium-Gitarren verwendet

Beispiel: B1234D

Dieses Instrument ist von Februar 2013. Es wäre die 1234. Gitarre.

Ibanez-Seriennummern ab 1999 – Made in China

1999 hat Ibanez Teile der Produktion auch nach China verlagert. Die chinesischen Gitarren tragen 7-, bis 11-stellige Seriennummern. Die gute Nachricht: Die Datierung der meisten Ibanez-Gitarren aus China folgt demselben Muster und ist daher leicht zu entschlüsseln. Die schlechte Nachricht: Die Produktionsstandorte sind nicht wirklich öffentlich bekannt. Es gibt zwar einen Buchstaben zu Beginn sehr vieler chinesischer Ibanez-Seriennummern, aber bei den meisten weiß man nicht, ob sie auf einen Produktionsstandort hinweisen und wenn ja, auf welchen.

Aufbau der Ibanez Seriennummern:

  • JJJMMXXXXX
  • SJJMMXXXX
  • GSJJMMXXXXX
  • SSJJMMXXXX
  • AJJMMXXXX
  • 4LJJMMXXXXX

 

  • JJ steht für das Baujahr
  • MM steht für den Produktionsmonat
  • XXXX/XXXXX steht für die laufende Produktionsnummer

Es tauchen folgende Buchstaben-Kennungen bei den chinesischen Ibanez-Gitarren auf:

J (+ 9 Zahlen, 2004-2012)
S (+8 Zahlen, 2002-heute)
GS (+9 Zahlen, 2007-heute)
SS (+8Zahlen, ca. 2010-heute)
A (+ 8 Zahlen, ca. 2005-heute)
4L (+9 Zahlen)

Chinesische Ibanez-Seriennummern (1999-2006): 7-stellig, Z + Zahl +Zahl/ Buchstabe + 4 Zahlen

Außerdem gab es zwischen 1999 und 2006 noch Gitarren mit 7-stelligen Seriennummern, die mit Z begannen. Solche Gitarren wurden von Yeou Chern Enterprises Instrument Co. Ltd hergestellt.

Nach dem Z folgte eine Zahl, bzw. ein Buchstabe zur Kennzeichnung des Produktionsmonats: 1-9 für Januar-September, oder X für Oktober, Y für November. Daraus ergab sich folgendes Schema:

Aufbau der Ibanez Seriennummern: ZMJXXXX

  • Z steht für den Produktionsort Yeou Chern
  • M steht für den Produktionsmonat (nur letzte Ziffer)
  • J steht für das Baujahr (nur letzte Ziffer)
  • XXXX steht für die laufende Produktionsnummer

Chinesische Ibanez-Seriennummern ohne Buchstaben-Kennung ab 2005:

Darüber hinaus gibt es seit 2005 auch rein numerische Seriennummern bei Ibanez-Gitarren aus China. Hier ist leider nicht bekannt, ob die Zahlen für mehr, als die fortlaufenden Produktionsnummern stehen.

Fazit zu Ibanez Seriennummern

Der japanische Gitarrenbauer Ibanez macht es Dir nicht gerade leicht, Deine Gitarre anhand der Seriennummer näher zu identifizieren. Die Schemata, nach denen das Unternehmen vorgeht, wechselten in der Vergangenheit einfach zu oft. Mit Ausweitung der Produktion auf weitere asiatische Fabriken außerhalb Japans kamen auch haufenweise weitere Varianten an Seriennummern dazu. So wurde die Bestimmung des Alters von Ibanez Gitarren im Lauf der Zeit schon extrem unübersichtlich. Kein System hat man zudem so richtig lang und konsequent durchgehalten. Teilweise hätte das mit den verwendeten Mustern auch gar nicht funktioniert. Bei dem Wust an Buchstaben- und Zahlenkombinationen muss man schon genauer hinschauen. Wenn Du aber alle Faktoren im Auge hast, die wir für Dich in diesem Ibanez Seriennummern Decoder zusammengetragen haben, wirst Du jetzt in den meisten Fällen in der Lage sein, die Ibanez-Seriennummern richtig zu lesen.

 

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