Gigbags für E-Bässe

E-Bass Gigbags sind ein wichtiges Thema. In diesem Artikel stellt Ove Bosch Dir die besten Taschen für E-Bässe in jedem Preisbereich vor. 

Wenige Bassisten zupfen ihre Saiten nur Daheim im stillen Kämmerlein. Die meisten von uns sind mehr oder weniger regelmäßig mit ihrem Instrument unterwegs. Zur Probe, zum Gig, ins Studio oder zum Unterricht. Zum Transport benötigt man also eine Tragetasche (auf neudeutsch Gigbag) oder einen Koffer. Ich habe mir bei Thomann mal einige E-Bass Gigbags in unterschiedlichen Preisregionen angesehen und möchte Dir diese vorstellen. Persönlich mag ich Taschen lieber als Cases, die sind mir zu sperrig und blöd zu tragen. Außerdem fahre ich auch mal Fahrrad mit dem Bass, das wird mit Case ein wenig kompliziert.

Insgesamt geht es um vier Taschen im Preisbereich zwischen 10 und 200 Euro. Die Bedürfnisse der Musikantenschar sind ja durchaus unterschiedlich. Fangen wir mal beim günstigsten Gigbag an.

E-Bass Gigbags von Thomann und Mono im Vergleich
Wie schlagen sich die unterschiedlichen E-Bass Gigbags im direkten Vergleich? © Ove Bosch

Thomann Gigbag Eco

Der Thomann Gigbag Eco* kostet nicht mal einen Zehner. Dafür bekommt man  immerhin einen Staub und – bei wenig Regen – sogar Regenschutz. Man kann sich den Bag auf den Rücken schnallen, auch wenn die Träger sehr dünn sind. Für leichte Bässe und kurze Strecken wird’s schon gehen. Gegen Stöße ist das Instrument hier drin allerdings kaum geschützt.  Die sehr dünne Polsterung kann keinen Schaden vom Instrument fernhalten, der  durch Stöße beim Einladen ins Auto oder auf dem Fahrrad entstehen kann. In die Tasche auf der Vorderseite passen DIN A 4 Blätter und Kleinkram gut rein. Ich würde sagen: Ok für sehr günstige Bässe und wenn man nur ganz wenig unterwegs ist.

Thomann Gigbag Premium

Der Thomann Gigbag Premium* ist schon deutlich mehr Lametta. Das Material ist wasserabweisend, die Polsterung deutlich besser als beim Eco. Die einigermaßen gepolsterten Rucksackgurte sind unter Reißverschlüssen versenkbar, es gibt ein Extragurt um das Bag einseitig auf die Schulter zu nehmen. Auch die Reißverschlüsse machen einen ganz guten Eindruck. Im Inneren gibt es eine Halsauflage mit Klettarretierung und Verstärkungen für die Kopfplatte und die Saiten. Außen ist unten ein Plastikteil angenäht, dass man die Tasche mit Bass ohne große Bedenken auf den Boden stellen kann. Ich persönlich bin kein Freund von Kunstleder, aber Taschen aus echtem Leder sind zum Kurs von 34 Euro einfach noch nicht zu haben. Fazit: Gute Tasche für den regelmäßigen Weg zum Unterricht.

Thomann Voyager

In Sachen Optik und Anmutung sind die Thomann Voyager* E-Bass Gigbags ganz klar an das wesentlich teurere Vertigo von Mono angelehnt. Der Bag hat große Außentaschen, eine ordentliche Rucksackgarnitur und einen super Griff. Der ist wirklich bequem und sehr gut platziert, so hält das Bag mit Bass gut die Balance. Ebenfalls von Mono inspiriert sind die Halsauflage und der großflächig aufgenähte Schutz an der Unterseite. 20 mm Polsterung sind ok, sie könnte allerdings noch ein Stück fester sein. Die Reißverschlüsse laufen gut, sind breit und machen einen stabilen Eindruck. Mit diesem Bag kann man sich durchaus in den Proberaum im Jugendhaus oder zu Gigs in der Kneipe trauen. Das Instrument ist gut geschützt. Und auch für diesen Gigbag werden  gerade mal 79 Silberlinge fällig.

Mono Vertigo

Der Mono Vertigo* Gigbag ist meine persönliche Wahl und ich muss sagen, dass ich keine bessere kenne. Ich nutze sie seit vielen Jahren regelmäßig und viel auf Tourneen, Konzerten, überall, wo ich mit einem Bass hin muss. Diesem Gigbag vertraue ich bedenkenlos auch wertvolle Stücke an. Die Polsterung ist dick und fest, die Rucksackgurte sind breit und angenehm zu tragen. Funktioniert prima auf dem Fahrrad. Der Schutz an der Unterseite sieht aus wie ein Autoreifen. Absolut unkaputtbar. Top Reißverschlüsse, ein cooles System, bei dem man den Bass von oben hinein und wieder heraus bewegt. Wasserdicht ist das Teil auch, Regen, auch länger und heftiger, ist kein Problem. Die Zubehörtasche ist riesig, da kommen neben Kabeln und dem üblichen Kram auch mal meine Bühnenklamotten rein. Eine super Tasche, sehr professionell. Mit knapp 200 Euro nicht gerade günstig, aber teure Instrumente und billige Taschen passen einfach nicht zusammen.

E-Bass Gigbags von Thomann und Mono im Vergleich
Jeder der hier vorgestellten E-Bass Gigbags hat seine Daseinsberechtigung. © Ove Bosch

Mein Fazit zu den E-Bass Gigbags

Die Auswahl an E-Bass Gigbags von billig bis teuer ist enorm. Es gibt Taschen, die noch weit mehr kosten als die hier erwähnten. Leder, Jeansstoff, Fellimitat – man bekommt, was man möchte und bereit ist zu bezahlen. Die vier vorgestellten Taschen  sind ihrem Preissegment gut. Da die Schutzbedürftigkeit von einigen Faktoren abhängt. So musst Du natürlich selbst entscheiden, ob der Preis für einen passenden Gigbag einstellig sein muss oder auch dreistellig werden darf.

Wenn Du mehr zu diesen Taschen wissen möchte, darfst Du Dir gerne mein Video zu diesem Thema anschauen!

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