Die 11 besten Gitarren unter 1.000 Euro

Sicher kennt jeder diesen Fall: Du brauchst eine neue Gitarre, weil Deine alte Klampfe es einfach nicht mehr bringt. Aber Dein Budget gibt nunmal keine 3.000 Euro teure Fender Custom Shop Stratocaster her. Und dann geht die Recherche los, denn vor dem Gitarre Kaufen muss man sich erstmal einen Überblick über aktuelle Modelle verschaffen.

Natürlich ist es ein klasse Gefühl, wenn die Gitarre „Made in USA“ aus handverlesenen Hölzern ist. Mit den modernen Produktionsmethoden ist es heute aber  möglich, unglaublich hochwertige Gitarren für nahezu jedes Budget herzustellen.

Mit den elektrischen und akustischen Gitarren unter 1.000 Euro, die wir Dir hier vorstellen, bist Du auf jeden Fall für jeden Anlass vorbereitet. Ganz egal, ob Du als Anfänger gerade erst lernst, erste Akkorde zu greifen, oder ob Du bald Deinen ersten Live-Auftritt mit der eigenen Band spielst. Diese Gitarren werden Dich nicht im Stich lassen. Unsere Redaktion hat sich den aktuellen Markt angesehen und auf Basis von Preis-/Leistung, Features, Preis und Konzept 11 Modelle ausgewählt.

Hier ist sie also: Die Liste der unserer Ansicht nach 11 besten Gitarren für unter 1.000 Euro!

  • VGS Eruption Select
  • Taylor GS Mini E
  • Epiphone The Dot EB
  • Fender Standard Jazzmaster HH
  • Ibanez Premium RG 721
  • Brian May Red Special
  • Sterling by Music Man JP70
  • Legator Guitars Ninja 200-SE
  • Fender Modern Player Telecaster
  • Slick Guitars SL59
  • PRS SE Reihe

VGS Eruption Select

Gitarren, die an die ikonische Form der Gibson Les Paul angelehnt sind, gibt es bekannter Weise wie Sand am Meer. Jedoch ist VGS neben Marken wie Epiphone, FGN oder Tokai deutlich unbekannter. Die GEWA-Tochterfirma, die früher als VIG Guitars bekannt war, hat jedoch spätestens durch ihre Kooperation mit EverTune Bridges und True Temperament Frets einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Selbst Künstler wie Keith Merrow und Ola Englund präsentieren VGS Gitarren auf ihren YouTube Channels.

VGS Eruption Gitarre
VGS Eruption Select in Spalted Maple

Die Gitarre, die ich Dir empfehlen möchte, ist optional ebenfalls mit einer EverTune Bridge erhältlich, sodass Du spielen kannst, ohne die Gitarre jemals stimmen zu müssen. Ich habe mich aber aus einem ganz anderen Grund dafür entschieden, sie auf diese Liste zu stellen.

Die VGS Eruption begleitet mich seit nunmehr fast neun Jahren und war mein Einstieg in die Welt der elektrischen Gitarre. Die klassische LP-Form aus Mahagoni, mit optional ausgefallener Spalted Maple Decke in Blackburst, und die passiven EMG-HZ Humbucker haben es mir sofort angetan!

Ob früher auf meinem Anfänger-Amp (der legendäre Line6 Spider IV) oder auf meinem jetzigen Marshall Röhrenverstärker klingt der Neck Pickup einfach sagenhaft für zarte Cleans und saftige Leads. Der Bridge Pickup hat einen unglaublichen „Bite“ der sich perfekt für Metalcore und Djent-Riffs eignet, aber auch im angezerrten Rock-Bereich durchaus glänzen kann!

Für knapp 400 Euro bekommst Du hier eine Gitarre mit Gigbag, die ich jedem Anfänger sowie Fortgeschrittenen empfehlen kann, und die mir nach etlichen Jahren immer noch treue Dienste leistet. Für ca. 200 Euro mehr bekommst du diese auch mit besagter EverTune Bridge.

Taylor GS Mini E

Stell Dir vor, Deine Band möchte live dieses eine Lied spielen, für das Du unbedingt eine Akustikgitarre brauchst. Aber neben Deiner E-Gitarre und dem schweren Röhrenamp hast Du keine Lust, auch noch einen sperrigen Koffer für diesen einen Akustik-Part mit zu schleppen.

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Taylor GS Mini Gitarre natur, Quelle: Taylorguitars

Die Mensur ist der Taylor GS Mini ist mit 23,5 inches circa fünf Zentimeter kürzer, als die der meisten herkömmlichen Akustikgitarren von z.B. Martin, Gibson oder eben Taylor selbst. Durch diese Verkleinerung ist die Gitarre in der mitgelieferten Tasche besonders portabel und auch für Anfänger und Gitarristen mit kleinen Händen ideal geeignet.

Die Größe macht sich jedoch absolut nicht im Sound bemerkbar. Die Kleine kann in Sachen Lautstärke und Klang definitiv mit ihren größeren Geschwistern mithalten. Diesen Nutzen haben inzwischen auch weltweit berühmte Künstler wie Ed Sheeran erkannt, welcher Live meistens eine Martin LX spielt, die sich ebenfalls durch ihre verringerte Größe auszeichnet.

Abgesehen von der Größe kriegst Du hier aber eine richtige Taylor zum absoluten Hammerpreis. Sapele Korpus und massive Sitka Spruce (Fichte) Decke. Auf Wunsch mit Taylors speziell für diese kleinere Form entwickeltes Pickup-System, sowie ein gepolsterter Gigbag versprechen, dass der nächste Gig eigentlich nur ein Erfolg werden kann.

Auch für die Lefties ist gesorgt, denn man kann diese Gitarre, wie bei Taylor üblich, ohne Aufpreis auch für Linkshänder kaufen. Und wenn man dann noch hört, dass man das Ganze zu einem Preis von 599,00 Euro bzw. 699,00 Euro mit Tonabnehmer erwerben kann, sollten doch eigentlich keine Fragen mehr offen sein.

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Taylor Gs Mini Koa, Quelle: Taylorguitars

Wer es gerne etwas ausgefallener mag, kann für 799,00 Euro auch die Koa-Edition, gebaut aus hawaiianischem Koaholz (massive Decke) und ebenfalls mit Pickup ausgestattet, erstehen.

Epiphone The Dot – Das günstige ES-335 Pendant

Wer glaubt, dass die Gibson-Tochterfirma Epiphone nur minderwertige Kopien berühmter Gibson-Gitarren produziert, hat noch nie die Epiphone The Dot gespielt. Die für 319,00 Euro erhältliche, und damit günstigste, Gibson ES-335 Kopie von Epiphone kann durchaus mit ihrem berühmten Vorbild mithalten. Zudem bietet Epiphone eine ganze Bandbreite an Farben an. Neben dem klassischen Rot kriegst du die Gitarre noch in Schwarz, Natur und Vintage Sunburst.

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Epiphone Dot ES-335 Red, Quelle: Epiphone

Du bekommst hier eine schlichte halbakustische Gitarre mit einem Ahornkorpus und eingeleimtem Hals aus Mahagoni mit Palisandergriffbrett und einfachen Dot-Inlays, die den Ansprüchen jedes Anfängers recht wird. Auch für Fortgeschrittene ist sie durchaus geeignet. Die Elektronik ist mit zwei Humbucker-Pickups und einem 3-Way-Switch sehr einfach und klassisch gehalten.

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Epiphone Sheraton Vintage Sunburst, Quelle: Epiphone

Besonders glänzen kann die Semiakustik-Gitarre aber in puncto Sound. Selbst eingespielte Profis wie Peter Honoré (Gitarrist für z.B. Lionel Richie, Tom Jones, Helene Fischer etc.) sind erstaunt, wie gut die Gitarre mit der teuersten Gibson Hollowbody-Gitarre mithalten kann. Zudem ist die klassische ES-335 seit jeher in allen Stilrichtungen beliebt. Künstler wie Chuck Berry (R.I.P.), Eric Clapton, Oasis oder auch Blink-182 sind dafür bekannt, halbakustische Gitarren zu spielen.

Für die, die es lieber etwas ausgefallener mögen, bietet Epiphone auch deutlich teurere Modelle wie die Sheraton II an, welche entsprechend mit mehr Verzierungen und etwas hochwertigerer Ausstattung punkten können. Ich denke jedoch, dass die Epiphone The Dot aufgrund ihres günstigen Preises und ihres großartigen Sounds den Platz auf dieser Liste deutlich verdient hat.

Fender Standard Jazzmaster HH

Die Fender Gitarrenformen, die neben Stratocaster und Telecaster allgemein nicht so bekannt sind, erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit bei Bands allen Genres. Entsprechend bietet sich die Fender Standard Jazzmaster HH mit ihren beiden Humbuckern auch für die meisten, wenn nicht alle, Genres perfekt an.

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Fender Jazzmaster HH, Quelle: Fender Guitars

Die Sounds, die du mit dieser in Mexiko hergestellten Gitarre erreichen kannst, reichen von glasklarem Fender Clean Sound bis hin zu einem bösen Zerrsound. Mit einem Mesa Boogie Röhrenamp ist dieser perfekt hinzukriegen. Die Tonabnehmer sind außerdem splitbar. Das heißt, dass Du mit einem einzigen Handgriff auch die berühmten Fender Single-Coil Sounds erreichen kannst und nicht ständig die Gitarre wechseln musst, wenn du etwas Anderes spielen möchtest.

Der perfekte Rocksound wird durch das einfache Layout perfektioniert. Zwei Tonabnehmer, ein Volume und ein Tone-Regler, ein Drei-Wege-Schalter und fertig. Das Layout erinnert schon fast an das klassische Gibson Schaltsystem, außer dass der Pickup-Switch unter anstatt über den Tonabnehmern sitzt. Dazu noch eine Vibrato-Bridge für sanftes Sustain bei lang gehaltenen Noten, und schon hat man eine typische Fender Jazzmaster mit modernem Touch!

Momentan ist die Gitarre in Weiß, Schwarz und in Silber für einen Preis von ca. 619,00 Euro zu kaufen. Wem die Humbucker-Variante zu unkonventionell ist, kann auf Modelle wie z.B. die äußerst beliebte Squier J. Mascis Jazzmaster mit den klassischen Tonabnehmern zurückgreifen. Diese ist mit ca. 550,00 Euro noch günstiger, jedoch klanglich auch ein bisschen eingeschränkter.

Ibanez Premium RG 721

Als einer meiner besten Freunde mich anrief um mir zu sagen, dass ich seine neue Ibanez spielen muss, war ich zunächst skeptisch. So wirklich begeistert war ich bis dato von den günstigen Ibanez Gitarren weniger. Als ich sie aber dann zum ersten Mal in der Hand hielt und den Preis hörte, war ich absolut überzeugt und bin seitdem riesiger Ibanez Fan. Kurz danach habe ich mir sogar selber eine gebrauchte Ibanez Prestige gekauft. Deshalb darf diese Gitarre auf keinen Fall auf unserer Liste der 10 besten Gitarren unter 1.000 Euro fehlen.

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Ibanez RG721 Premium

Für ca. 769,00 Euro bekommst Du hier eine unglaublich großartige E-Gitarre. Entweder mit Flamed oder Spalted Maple Top, alternativ gibt es auch noch eine Version mit exotischer Sonokeling Decke. Gerade bei Ibanez Gitarren lohnt es sich aber, auch auf dem Gebrauchtmarkt zu suchen, da viele Ibanez Premium und insbesondere Prestige Modelle deutlich günstiger verkauft werden und meistens noch einige Verbesserungen an Bord haben.

Die Tonabnehmer sind die bekannten Ibanez-Humbucker, die sich hervorragend für alle Stilrichtungen eignen, von vielen Gitarristen jedoch ausgetauscht und häufig als Ibanez‘ Schwachpunkt bezeichnet werden. Beliebte Alternativen sind z.B. Seymour Duncan oder Dimarzio Pickups, wer etwas mehr Geld hat greift gerne auf die handgemachten Bare Knuckle Pickups aus England zurück. Mir persönlich sind die Tonabnehmer beim Testen jedoch nicht negativ aufgefallen.

Die sonstige Verarbeitungsqualität ist, wie für Ibanez eigentlich typisch, ausgezeichnet. 24 Bünde, Lindenkorpus und ein 5-Piece-Neck spiegeln diese ausgezeichnet wider. Die eigens entwickelte Tight-End-R Brücke ist außerdem unglaublich bequem. Und man findet keinen einzigen Fehler in der Verarbeitung, so sehr man auch sucht. Die Gitarre ist zudem besonders zum Umstimmen geeignet, da hier ausnahmsweise kein Floyd Rose System verbaut wurde. Somit lässt sie sich deutlich einfacher stimmen, als dies bei vielen anderen Ibanez Modellen der Fall ist.

Brian May Red Special

Die originale Gitarre des Queen-Gitarristen Brian May ist ein absolutes Einzelstück, welches Brian und sein Vater aus dem alten Kamin der Familie gebaut haben. Die Formulierung „gut getrocknetes Holz“ bekommt damit ganz neue Dimensionen.

Die Brian May Red Special ist eine möglichst exakte Kopie der Originalen „Red Special“. Sie verspricht neben einem außergewöhnlichen Look einen ähnlichen Ton zu dem legendären und unverkennbaren Queen-Sound.

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Brian May Red Special, Quelle: BrianMyGuitars.co.uk

Die Gitarre ist vollständig aus Mahagoni gefertigt, hat 3 Single-Coil-artige Tonabnehmer und ein Wilkinson Tremolo. Die Tonabnehmer kannst Du mit drei der sechs Schalter unabhängig voneinander ein- und ausschalten. Die anderen drei Schalter verändern die Phase der Pickups, was zu subtilen Sound-Änderungen führt, die Du am besten selbst testest.

Außerdem trumpft die Gitarre mit 24 Bünden und einem sogenannten „Zero Fret“ auf, sodass sich gegriffene und offene Saiten klanglich nicht so sehr voneinander unterscheiden.

Für ungefähr 730,00 Euro bekommst Du diese außergewöhnliche Gitarre in einem Gigbag geliefert. Auf der englischen Seite http://shop.brianmayguitars.co.uk gibt es eine ganze Reihe der Brian May Gitarren. Für den typischen Queen Sound empfehlen wir aber zudem einen Vox AC-30 oder AC-15 und ein Delay-Pedal.

Sterling by Music Man JP70

7-Saiter Gitarren mögen auf den ersten Blick ungewöhnlich aussehen. Aus dem Metal bzw. Djent Genre sind sie aber nicht mehr wegzudenken.

Bekannte Marken in diesem Genre sind breit gesät. ESP bzw. LTD, Jackson, Schecter und Mayones sind nur einige der Namen, die einem sofort in den Sinn kommen, wenn man an 7 String Gitarren denkt. Zwischen all diesen Marken ist es manchmal schwer, eine Entscheidung zu treffen. Darum erwähne ich an dieser Stelle zwei 7 saitige Gitarren.

Zum ersten die Sterling by Music Man JP70. Nicht ohne Grund ist diese Signature Gitarre des Dream Theater Gitarristen John Petrucci weltweit bei vielen Gitarristen beliebt. Sie glänzt durch hervorragende Verarbeitung, einen unglaublich definierten, klaren Sound und einzigartige Features wie z.B. das speziell entwickelte MusicMan Tremolo und die sehr eigene Form.

Auch die für ca. 900€ erhältliche, und damit deutlich günstigere CP70 Gitarre, kann mit vielen dieser Features aufwarten. Trotz Herstellung in Asien ist die Form ebenso identisch, wie die Kombination aus Lindenkorpus und geschraubtem Ahornhals. Wenn auch leider nicht so schön geflammt wie beim großen Bruder aus Amerika. Auch die Tonabnehmer sind dem Original möglichst getreu nachempfunden, sodass auch hier knackige Töne auf tieferen Saiten kein Problem sein sollten.

Das Tremolo ist, ganz wie beim großen Bruder, freischwingend aufgehängt. Somit wird das Umstimmen leider oft erschwert, dafür ist aber ein unglaublich sanftes Vibrato zu erzeugen.

Wem dies nicht gefällt, dem liegt mein jetzt folgender Vorschlag vielleicht besser.

Legator Guitars Ninja 200-SE

Legator Guitars ist für Insider schon lange kein Geheimtipp mehr, leider ist der Vertrieb in Deutschland aber noch nicht so richtig angelaufen. Zwar gibt es seit einigen Monaten eine deutsche Facebook Seite, trotzdem ist der Kauf bisher nur über die Legator-Website möglich.

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Sterling Legator 200-SE 7, Quelle: Legator Guitars

Für 599,00 US Dollar bekommst Du hier eine geniale Gitarre mit Wölkchen-Ahorndecke, zwei Humbuckern und einer Tune-O-Matic Bridge, welche schnelles und sicheres Umstimmen verspricht. Bitte beachte beim Kauf aus den USA, dass neben höheren Versandkosten auch Zoll anfällt.

Wenn Du lieber noch viel tiefer als Drop A spielen möchtest, solltest du aber vielleicht vor dem Kauf noch unseren Artikel zu Fanned Frets lesen, um sicher zu gehen, dass Du mit Deiner Gitarre auch zu 100% zufrieden sein wirst.

Und wenn Du Dich jetzt immer noch fragst, wozu man mehr als 6 Saiten braucht und wieso man überhaupt umstimmt, kann dieses Video Dir bestimmt weiterhelfen. Aber Vorsicht: Das ist nichts für schwache Nerven!

Fender Modern Player Telecaster

Die Fender Telecaster ist seit 1950 in Produktion und seit jeher nicht mehr aus den Händen großer Gitarristen wie z.B. Prince wegzudenken. Fender versucht, mit der Modern Player Telecaster einige Fehler wett zu machen, die viele jüngere Gitarristen mit der ursprünglichen Form der Gitarre haben.

Anstatt die Saiten an der Bridge zu zweit zu fassen, hat Fender sich entschieden, jede Saite einzeln zu führen. Dies bringt eine einfachere sowie genauere Intonation mit sich. Dieses Prinzip hat sich seit jeher für die Stratocaster bewährt und ist für viele Tele-Player ein gern gesehenes Upgrade.

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Fender Modern Player Telecaster Plus, Quelle: Fender Guitars

Auch die Pickup-Konfiguration erinnert an die Strat. Anstatt den bei der Tele übrlichen zwei Singlecoils verwendet Fender hier eine HSS Konfiguration mit einem splitbaren Humbucker in der Bridge. Durch dieses Setup ist die Modern Player Telecaster unglaublich genre-übergreifend einsetzbar. Neben dem klassischen Tele-Twang, den glockenhellen Cleans und dem unverkennbaren Rocksound, kannst Du mit dieser Gitarre auch ohne Probleme im modernen Metal mithalten, wie z.B. die Jungs von Alazka in diesem Video zeigen.

Für ca. 495,00 Euro bekommst Du hier eine klassische Telecaster mit vielen zeitgemäßen Updates. Sowohl in schwarz als auch in Sunburst, mit der Du Dich perfekt in jedem Genre zurechtfinden wirst und auf keiner Bühne fehl am Platz bist.

Slick Guitars SL59

Was braucht man für richtig guten Rock’n’Roll? Nicht viel, wenn es nach Slick Guitars geht.

Die Slick SL59 orientiert sich offenkundig an der berühmten Gibson Les Paul Junior Double Cut, jedoch mit einem ganz anderen Vibe dahinter. Auf ein Pickguard wird hier vollständig verzichtet, dafür gibt es aber noch ein ordentliches Heavy-Aging dazu.

Slick Guitars SL59
Slick Guitars SL59, Quelle: Musikhaus Zölch

Wie für die Les Paul Junior typisch, ist die Decke nicht gewölbt und der Hals ist geschraubt anstatt geleimt. Erwähnenswert ist die Bridge, die in diesem Fall eingelassen („recessed“) ist, anstatt wie üblich einfach aufgeschraubt. Dies führt zu einer besseren Saitenlage und für viele Gitarristen zu einem angenehmeren Spielgefühl, da die Hand näher am Korpus ist und man dadurch viel besser auf die Gitarre eingehen kannst. Soweit zumindest die Theorie.

Nur ein P-90-Tonabnehmer, kombiniert mit einem Volume-Regler, verspricht zudem einen puristischen Rock-Sound, wie man ihn von Bands wie Green Day oder Bad Religion gewohnt ist. Die simple Konfiguration ist wahrscheinlich insbesondere für Anfänger interessant, da Du so gezwungen bist, deutlich dynamischer zu spielen, um den Klang zu verändern, anstatt einfach den Pickup zu wechseln. Für die ruhigen Passagen drehst Du dann einfach den Volume Knopf zurück, wie es früher üblich war. Ein gutes Beispiel, wie Du mit dem Poti statt dem Toggle arbeitest, ist übrigens John Sykes von Thin Lizzy.

Dank gelungener Einsparungen – kombiniert mit cleverem Design – bekommst Du hier eine vollwertige Gitarre zum absoluten Spitzenpreis von ca. 269,00 Euro. Wahlweise in Schwarz, Sunburst oder meinem persönlichen Favoriten Surf Green.

PRS Gitarren der PRS SE Reihe

Heutzutage findet man quasi keine Liste, auf der nicht mindestens eine PRS SE vertreten ist. Paul Reed Smith hat die Marke seinerzeit gegründet, um die Vorteile der Gibson Les Paul mit denen der Fender Stratocaster zu vereinen, was ab dann geschah ist Geschichte.

Heute ist PRS aus der Gitarrenszene nicht mehr wegzudenken und Gitarristen aller Genres verwenden diese. John Mayer, Mark Holcomb (Periphery) oder auch Carlos Santana sind nur einige der unzähligen Player, die sich für PRS Gitarren entschieden haben.

Seit 2000 produziert Paul Reed Smith seine Edelgitarren auch für den kleineren Geldbeutel. Dass diese in Korea anstatt wie üblich in Amerika hergestellt werden, heißt aber nicht, dass die Qualität daher Schaden nimmt. Bereits für ca. 429,00 Euro bekommst Du eine solide PRS E-Gitarre im klassischen Superstrat-Look und mit den beliebten Bird-Inlays. Für ca. 899,00 Euro bekommst Du die wahrscheinlich bekannteste PRS. Die SE Custom 24 wartet mit Riegel- bzw. Wölkchen-Ahorndecke, sowie eigens entwickelten Tonabnehmern und einem, ebenfalls selbst entwickelten, Tremolo auf.

Aber das ist nicht Alles, was die PRS SE-Line zu bieten hat. Sowohl Akustische als auch Halbakustische als auch Baritone, Singlecut, 7 Strings oder Signature Gitarren sind im 2017er PRS Lineup enthalten. Jeweils für deutlich unter 1.000,00 Euro. Und das in einer unglaublichen Verarbeitungs- und Klangqualität. Für jeden Gitarristen und für jedes Genre ist bei PRS Gitarren etwas dabei.

PRS Custom 24
PRS Custom 24, Quelle: PRSguitars.com

Fazit zu unseren 11 besten Gitarren unter 1.000 Euro

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die „beste“ Gitarre immer Geschmackssache ist. Ich habe versucht, hier einige Gitarren in verschiedenen Stilrichtungen zu präsentieren und hoffe, dass da auch was für Dich dabei war. Wenn Du Fragen hast oder findest, dass Deine absolute Lieblingsgitarre unbedingt auf diese Liste muss, schreib uns eine Nachricht und wir erweitern diese Liste gern.

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